Endspurt zum Vorderunnütz

 

Skitour auf den Unnütz

(2078m) im Rofangebirge beim Achensee



Kurzbeschreibung: Der Unnütz ist nicht so unnütz wie sein Name, denn er ermöglicht eine erlebnisreiche und abwechslungsreiche Skitour in wunderschöner Berglandschaft.
Er glänzt nicht durch perfektes Skigelände, aber durch seine wunderschöne alpine Landschaft und die schöne Aussicht auf den Achensee.
Diese Skitour ist relativ lawinensicher und  als leichte Skitour einzustufen.

Ausgangspunkt: Steinberg (1010 m) Parkplatz des Rofanliftes


Anfahrt: A8 München- Salzburg und bei Holzkirchen auf die B 318 Richtung Tegernsee und B 307 Richtung Achenpass und dann weiter bis kurz vor Achenkirch. Hier links abbiegen nach Steinberg, durch Steinberg durchfahren bis Hinter - Ober - Steinberg. Durch den Ort hindurch bis zum Parkplatz des Skitliftes (Rofanlift).

Karte: AV-Karte 6 "Rofan", 1:25000 oder Kompass Blatt 28, "Achensee/Rofan/Zillertal", 1:50.000

Opens external link in new windowWeb-Übersichtskarte 

Ausrichtung der Hänge: Süd und Ost

Wetter:

Opens external link in new windowWebcam Achenkirch      Opens external link in new windowWebcam Achensee:

Wetterbericht Insbruck (persönliche Beratung): 0043-(0)-512-1567


Lawinengefahr: Gering wenn man sich an den Normalweg hält. Jedoch ist immer der aktuelle Lawinenlagebericht für die Region zu beachten!

                Opens external link in new windowwww.lawine.at/tirol Telefonabruf: 0043(0)-800800503

Aufstiegszeit: 3,5 bis 4 Stunden

Höhendifferenz: 1100 Höhenmeter

 

 

 

Der Vorderunnütz in seiner ganzen Pracht
Hilfreicher Wegweiser zur Kotalm
Jagthütte vor Kotalm

Tourenbericht:

Mein österreichischer Freund Hans schlug als Tourenziel den Unnütz vor, da er diesen im Sommer bereits überschritten hatte. Mir hat der Name sofort gefallen und mich zum nachdenken angeregt, über Nutzen und den Unnutzen des Alpinsports.
Wenn man drei Stunden Holz macht: Im Wald schwitz man genau so und hat etwas Sinnvolles getan.
Ich bin zu der Erkenntnis gekommen das Alpinsport für mich nicht unnütz ist weil dieser gesund ist und vor allem tierischen Spaß macht.

Abmarsch: Eigentlich hasst Hans es Pisten hoch zu laufen aber in diesem Fall haben wir eine Ausnahme gemacht. Wir gehen die Piste bis zur Bergstation, aber man könnte natürlich auch ganz bequem hochfahren um ein wenig Kraft für die nachfolgende Tour zu sparen. Aber wir wollen uns ja bewegen.
Kurz vor der Liftstation biegt man nach rechts (westwärts) in den Wald hinein und sucht sich einen abwärts und rechts haltenden Weg Richtung eines Wegkreuzes (1232 Metern). Diesem Schild folgt man an der Jagdhütte vorbei Richtung Kotalm.
An dieser Stelle ein Dankeschön an die DAV-Sektion Kaufering, ohne die liebevoll aufgestellten Schilder hätte sich die Wegfindung deutlich schwieriger gestaltet.

Eine weitere Möglichkeit ist es die Piste anzusteigen, bis rechts der Gfaßkopfweg abzweigt (Forstweg). Diesem beschilderten Weg folgt man ebenfalls bis zur Jagdhütte und dann zur Kotalm (1449 Meter).

Von der Kotalm aus geht es in nordwestlicher Richtung über kupiertes Gelände (von Latschen durchsetzte Mulden und Hügel). Zum Glück hatte schon jemand eine Spur gelegt, denn den richtigen Weg durch diese Hügellandschaft zu finden ist nicht ganz einfach.


auf markiertem Weg zur Kotalm
durch Kupiertes Gelände zum Unnütz

Über einen nordseitigen Hang geht es weiter, danach quert man die Schaarwand. In westlicher Richtung erreicht man schließlich einen breiten Rücken. Ich bin schon total alle und die Lokomotive Hans hat immer noch Kraft zum witzeln und Fotografieren. Der Anblick des mit Wechten verzierten Gipfelaufbaus motiviert und die letzten Meter bis zum nördlich gelegenen Vorderunnütz gestalten sich als machbar.Auf die von weithin sichtbaren Wechten sollte man aber aufpassen. Vom Gipfel hat man einen herrlichen Blick auf den Achensee und tief in das Karwendel. Das Kaisergebirge sticht besonders eindrucksvoll hervor.



Latsche im Schnee
Shakehands mit Hans Schatten
Der Unnutz mit seinen Wechten

 

Abfahrt: Man fährt ab wie man aufgestiegen ist. Die oberen Hänge sind erstklassiges Skigelände, das kupierte Gelände ist eher interessant als zum Fahren schön. Hier muss man auch nochmals auffellen, da man einen ca. 15 minütigen Gegenanstieg zu bewältigen hat. Die Abfahrt zur Kotalm hält noch einige sehr schöne Skihänge für uns bereit. Die restliche Abfahrt kann man entweder dem Forstweg bis zur Piste folgen oder, wenn man noch Kraft hat, nochmals beim Wegweiser die Felle aufziehen und zur Bergstation aufsteigen. Das würde einem die Möglichkeit bescheren zum Abschluss noch die Piste herunter zu heizen. Der Forstweg ist eher zweckdienlich als schön zum abfahren.Da wir aber schon ziemlich müde sind wählen wir den weniger schönen Forstweg.

 

Gipfelbild: Hans & Josef auf dem Vorderunnutz
Blick auf den Achensee vom Unnutz

 

Insgesamt war es eine schöne, abwechslungsreiche Skitour in einer märchenhaften alpinen Winterlandschaft, mit einer sehr schönen Aussicht auf den Achensee und den wilden Kaiser.

Fotos: Hans Schroll Bericht: Josef Weber