Klettern Zillertal
Klettern im Zillertal
Klettern Ewige Jagtgründe
Klettern in den Ewigen Jagtgründen

Klettern und Bouldern im Zillertal

Schon oft habe ich von den angeblich traumhaften Kletter und Bouldermöglichkeiten im Zillertal gehört und gelesen. Als Bereicherung für unsere Bücherecke habe ich den Kletterführer Tirol von Michael Meisl und den Zillertalkletterführer von Markus Schwaiger mitbestellt. Als das Paket ein paar Tage später geliefert wurden, habe ich mich sofort darauf gestürzt, denn Lieferungen von neuen Kletterführern sind für mich besonders spannend.

Norbert in Stone Cold Sober 7a+
Norbert in Ego nein Danke 6c+

Beim Durchblättern der reichlich bebilderten Kletterführer begann es sofort in meinen Fingerspitzen zu jucken. Es war August und ich vermutete das dies eine gute Zeit fürs Zillertal sein müsste, denn die Felsen sind in verschiedene Himmelsrichtungen ausgerichtet, es liegt etwa auf einer Höhe von etwa 1200 Metern und der Fluss versprach Abkühlung. Meine Frau, Norbert und Florentine waren sehr leicht für mein Vorhaben zu begeistern und so brachen wir auf das Zillertal zu erkunden. Unsere erste Anlaufstelle waren die Ewigen Jagdgründe.

Parkplatz an den Ewigen Jagtgründen

Zufahrt:
Um dort hinzugelangen fährt man vom Zillertal nach Mayrhofen und weiter in den Zemmgrund nach Ginzling. In Ginzling die Straße weiter Richtung Schlegeis-Stausee. Kurz vor dem Gasthof Breitlahner befinden sich links der Straße die Granitblöcke. Gegenüber wurde ein großer, neuer Parkplatz für Kletterer angelegt. Bitte diesen auch benutzen und das Auto nicht neben der Straße abstellen.

Beschreibung:
Die Granitblöcke sind von saftig grünen Wiesen eingebettet sind liegen zwischen der Straße und der smaragdgrünen Zemm. Die ewigen Jagdgründe bestehen aus unterschiedlich großen Granitblöcken. Im Wesentlichen handelt es sich um fünf Sektoren und zwei kleine Felsen. Direkt an der Straße befinden sich die beiden Sektoren Einhorn und Wächter. Dahinter findet man den Häuptling der an den Bach grenzt. Auf der anderen Bachseite befinden sich zwei weitere, riesige Granitblöcke, die Wig und Wam genannt werden. Ca 300 Höhenmeter oberhalb befindet sich der bereits von der Straße aus sichtbare Tulfer. Um Wig und Wam zu erreichen muss man durch den Fluss waten oder die trockene Alternative 100 Meter flussaufwärts benutzen, dort ist ein Drahtseil gespannt und man kommt in luftiger Höhe trocken über die Zemm.

Klettern im Zillertal
Josef klettert Stone Cold Sober 7a+
Zillertal Klettern

Ewige Jagtgründe
Josef in Reise ins Ego 7c

Traumhafter Granitfels in den Ewigen Jagtgründen

Resümee:
Das Gebiet ist das bekannteste im Zillertal und dort wurde in den 70er Jahren auch mit dem  Klettern begonnen. Deshalb hatte ich auch die Befürchtung das dieses Gebiet aufgrund des Alters und der Bekanntheit schon sehr abgegriffen sei, wurde aber eines besseren belehrt, die vielen Leisten und Risse der über 100 Touren sind bestens zu greifen und abgesichert. Der Granit im Zillertal zählt mit zum Besten was man finden kann. Zum Teil sind es technisch sehr anspruchsvolle Wandklettereien. Allerdings ist wirklich viel los und man muss manchmal für eine Route anstehen. Was mir sehr gut gefallen hat ist das es leichte und schwere Touren direkt nebeneinander gibt, somit kommen Stärkere und schwächere Kletterer gleichermaßen auf ihre Kosten. Mein Tipp, unbedingt mal hinfahren, Kriegsbeil ein und Kletterschuhe ausgraben!!!

 

 

Norbert in Ego nein Danke 6c+

Genialer Granit!

Flori in einer Genusstour an den Ewigen Jagtgründen

Unterkunft

Nach einem schönem Klettertag sind wir zum Gasthaus in der Au (Tel: 0043/5289/63840) im Zillergrund gefahren, dort kann man sehr preiswert übernachten (Lager sechs und inklusive Frühstück elf Euro) und für unser nächstes Vorhaben ist das Gasthaus der perfekte Ausgangspunkt. Wir wollen nämlich in den Sundergrund zum Bouldern. Es gibt natürlich noch jede Menge andere Übernachtungsmöglichkeiten. Von Gasthäusern über Hotels bis hin zu Campingplätzen ist für jeden Geschmack und Geldbeutel etwas dabei.

 

 

Wiener Schnitzel in einer Scenekneipe in Ginzling
Die richtige Ernährung ist wichtig für den ambitionierten Kletterer
Lager im Gasthaus zur Au
Klettern macht müde

Bouldern im Zillertal

Bouldern im Sundergrund

Ich bin ja eher der Routenkletterer und nicht so der Boulderer aber da dieses Gebiet einen derart guten Ruf genießt, haben auch wir unsere Crashpads mitgenommen und wollen dem Ganzen auf den Zahn fühlen.

Babsi im Sundergrund Ideal Kante 6b+ fb Block
Babsi im Sundergrund SD 6b+ fb- Block
Josef im Sundergrund Birkhendl 6c fb - Trav

Zugang
Vom Parkplatz am Gasthaus in der Au geht man talaufwärts bis die Forststraße nach rechts abzweigt. Der erste Block liegt gleich gegenüber dieser Abzweigung links am Hang. Die restlichen Blöcke liegen verteilt am Weg. Nach einer halben Stunde Fußmarsch, erreicht man das in einer schönen Wiese gelegene Hauptgebiet.
 

Abmarsch am Parkplatz Gasthaus in der Au
Weg zum Sundergrund
Verwunderung beim Puplikum

Beschreibung
Das Hauptgebiet ist eingebettet in einen Talboden rund um eine Alm, auf schönen Wiesen mit perfektem Absprunggelände. Umgeben von weidenden Kühen und einer traumhaften Bergkulisse, hin und wieder einem Wanderer, der in der Regel nicht recht weiß, was er vom Treiben und Handel der Boulderer mit den Bunten Matratzen und den auffälligen Klamotten  halten soll. Ein wirklich skurriles Bild.

Bouldern im Zillertal
Norbert der Bulle aus Hofstetten in Moonwalk 7a+ fb- Block
Zillertal Bouldern
Babsi im Birkhendl 6c fb- Trav.
Bilder Bouldern
Bouldern im Zillertal
Bouldern im Zillertal
Bilder Bouldern
Wackelpudding 6b fb- Block
Sundergrund Bouldern
Norbert schiebt sich um die Kante vom Wackelpudding

Resümee:
Der Ruf kommt nicht von irgendwo, der Sundergrund ist wirklich ein wunderschöner Fleck Erde und die Granitblöcke sind ein Meisterwerk der Natur. Selbst mir als eingeschworener Seilkletterer hat das Bouldern in dieser bezaubernden Landschaft extrem gut gefallen.
Zum Abschluss eines gelungenen Bouldertages empfehlen wir einen Kaiserschmarrn im Gasthaus zur Au! Weitere gute Bouldergebiete sind Berliner Hütte, Klausen Alm, Breitlahner, Kaserler Alm, Asser Alm, Igent, Rosshag, Ginzlinger Wald, Saustein, Zemmschlucht, Monkey Island, Planet, Magic Place, Wehr und Zillergrund Wald.

 

 

Bouldern im Sundergrund
Bouldern im Sundergrund
Josef in der
Ideal Kante 6b+ fb- Block

Klettern bei Ginzling

Obwohl mir das Bouldern sehr gut gefallen hat, bin ich nicht traurig mein Crashpad wieder gegen mein Seil zu tauschen und wir fahren nach Ginzling zum Sportklettern, dort gibt es einige Felsen. Nasenwand, Untere Nasenwand, Bergstation, Sandburg, Maruschkas Gartl, Taufenkopfsockel, Saustein, Bachhexe, Total Brutal und Monkey Island. Wir halten Kriegsrat und entscheiden uns für die Bergstation.

Florentine beim Klettern an der Bergstation
Bergstation: Josef Klettert Fluchtversuch 7b

Bergstation im Zillertal

Zugang
In Ginzling links vor der ersten Brücke parken vom Parkplatz aus an den Blöcken vorbei dem Weg in den Wald folgen, nach 10 Minuten kommt eine markante Abzweigung (Holzstufen) nach links. Diesem Weg (geht flach nach links) folgen bis man zum Sektor By the way gelangt. Zu den anderen Sektoren einfach den Weg links an der Wand vorbei folgen.

Beschreibung
Diese Wand ist wirklich beeindruckend, ein richtiges Brett! Man findet dort großzügige Linien in bestem Granit, bis zu drei Seillängen lang.
Die Wandneigung ist athletisch aber nicht zu steil, für meinen Geschmack einfach perfekt.
Die Touren sind lang und sehr gut abgesichert somit ist mindestens ein 70 Meter Seil und bis zu 18 Expessen erforderlich. Es herrscht hier überwiegend anspruchvolle Kletterei vor, man sollte den siebten Franzosengrad klettern können um eine schöne Auswahl an Touren zu haben. Die Wand ist westseitig ausgerichtet, somit kommt am frühen Nachmittag die Sonne in die Wand.

 

 

 

 

 

Resümee:

Ich muss da unbedingt wieder hin, dort gibt es noch Arbeit für viele Ausflüge, eine echte Perle!!!

Nach vier wunderschönen Tagen fahren wir wieder Richtung Heimat, mit dem großen Wunsch im Herzen das dies nicht der letzte Trip ins Zillertal war.

Hug ich habe gesprochen!

Ein 60 Meter Seil ist an der Bergstation zu kurz!
Florentine am Einstieg der Bossy Lady 7a+ an der Bergstation

Info: Klettern und Bouldern im Zillertal

Beste Jahreszeit:

Übernachtung:

Kletterführer Zillertal

 

 

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Auf 512 Seiten findet man (fast) alle Sportkletterrouten, Boulder (die Boulder sind auf Fotos eingezeichnet) und Alpine Sportklettereien. Als besonderes Schmankerl wurde, mit der Hilfe von Darshano L. Rieser, einen Alpin Spezial Teil dazugegeben, der etwas Lust auf das Hochalpine Klettern im Zillertal machen soll.

Kletterführer Zillertal Preis 29,90€  

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Boulderführer Zillertal

 

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Der neue Band des Boulderführers Alpen en bloc stellt die besten Boulder-Spots zwischen Innsbruck und Wien vor. Interviews mit den Haupterschließeren und Portraits der prägenden Protagonisten runden das potentielles Standardwerk ab. Beschriebene Gebiete: Blaueis, Sudelfeld, Zillertal, Felbertauern, Attersee, Saalachtal, Merkenstein, Arsch der Welt, Hirschwände, Aufhofen, Gais, Schwarzbachalm, Steinerne Stadt, Meisules, Falzarego, Autor: Florian Wenter
Umfang: 384 Seiten / Auflage: 1. Auflage 2011 Verlag: Panico Alpinverlag

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Kletterführer Tirol

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Mit 544 Seiten ist dieses Buch nun eine richtig dicke Schwarte geworden! Die besten Gebiete Tirols inklusive Zillertal: Von der Steinplatte bis zum Außerfern, vom Rofan bis nach Osttirol, von einfachen Kletterrouten für Anfänger und Kinder bis zu den High-End-Routen am Schleierwasserfall ist alles zu finden. Ausführliche Beschreibungen der Klettergebiete, Geschichten und Porträts bietet einen tiefen Einblick in die Tiroler Kletterszene. Infos zu den Gegebenheiten der Gebiete, Zustiegsskizzen und Kurzcharakteristika der einzelnen Routen ergänzen die detailierten Routenskizzen. Alles in allem eine emotionale Bestandsaufnahme des modernen Sportkletterns in Tirol und dessen Entstehung. Autor: Michi Meisl 45 Klettergebiete mit über 3000 Routen

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