Klettergebiet Petra Piomba

Klettern auf Korsika

Freunde haben mir berichtet dass  sie zum Klettern auf Korsika waren und es Ihnen sehr gut gefallen hat. Ich habe stirnrunzelnd und skeptisch nachgefragt ob die Kletterei wirklich richtig gut und lohnend gewesen sei. Zuvor war mir immer nur zu Ohren gekommen dass die Insel zwar traumhaft schön sei,  es aber dort nur schlecht gesicherte Granitkletterei und  abenteuerliche Mehrseillängentouren gibt. Man versicherte mir aber, dass die Kletterei, obwohl vielleicht nicht ganz so gut wie einige Topklettergebiete in Spanien und Frankreich, wirklich sehr lohnend sei. Neugierig geworden aber immer noch skeptisch, habe ich mir den neuen Kletterführer Opens external link in new windowFalaises de Corse bestellt und das Durchblättern hat mir wirklich Lust auf Korsika gemacht. Meine Frau war auch schnell zu begeistern, da Korsika eine Kombination aus Kletter- und Strandurlaub zulässt.
Mitte September sind wir dann, mit einem günstigen Nachsaisonfährticket für 43€ (one way) in der Tasche, nach Korsika aufgebrochen. Ein Rückfahrtticket wollten wir nicht buchen, da wir uns die Option offen halten wollten nach Sardinen weiter zu reisen, falls es uns auf Korsika nicht gefallen sollte oder das Wetter schlecht werden würde. Der Süden von Korsika und der Norden von Sardinien sind nur vierzehn Kilometer voneinander entfernt und uns haben die Kletterurlaube auf Sardinien immer sehr gut gefallen.  Da wir mit dem Zelt total flexibel sind hätten wir mit der Fähre natürlich auch nach Frankreich oder Italien übersetzen gekonnt. Um 23 Uhr sind wir zuhause losgefahren und um sieben Uhr am nächsten Morgen war am Hafen in Genua Einlass. Um  halb neun in der Früh legten wir in Genua ab.  Die vier Stunden Fährfahrt habe ich zum Schlafen und zum Kletter- und Reiseführer studieren genutzt.
 

Übersichtskarte Korsika inklusive Tipps
Strand von Sagone
Babsi in Entre Terre et luie´re 6a

Der Südwesten von Korsika bei Aiacciu:


1: Strand von Sagone

Als erstes Ziel haben wir uns die Gegend um Aiacciu auserkoren, da es dort interessante Klettergebiete in Meeresnähe gibt.  Dazu mussten wir allerdings noch zweieinhalb Stunden Fahrzeit von Bastia nach Aiacciu hinter uns bringen. Einigermaßen kaputt haben wir uns südlich von Aiacciu einen Campingplatz gesucht, unser Zelt aufgebaut, eine Kleinigkeit gegessen und sind früh in die Schlafsäcke gekrochen um uns von der anstrengenden Anreise auszuschlafen.
Beide Campingplätze die wir südlich von Aiacciu gefunden haben,  waren teuer (25€ für zwei Personen in der Nachsaison) und nicht sehr freundlich. Beim ersten Campingplatz erhielten wir auf die Frage ob jemand Englisch spricht,  die Antwort warum wir nicht Französisch sprechen. Auch auf dem zweiten Campingplatz waren die Inhaber eher reserviert. Am Morgen sind wir bei strahlendem Sonnenschein aufgewacht und waren uns sofort einig das es am ersten Tag  ans  Meer zum relaxen geht.  Im Reiseführer hat sich der Strand von Sagone seht gut gelesen, dieser liegt nördlich von Aiacciu. Er hatte nicht zu viel versprochen.  Ein schöner langer Sandstrand mit sauberem Wasser und nicht verbaut durch Hotelanlagen oder ähnliches und dank Nachsaison relativ spärlich besucht.

2: Petra Piomba

Am zweiten Tag konnte mich nichts mehr bremsen,  nach einem gemütlichen Frühstück, ausgeruht und voller Tatendrang sind wir eineinhalb Stunden nach Süden gefahren zum Granitklettergebiet Petra Piomba bei Livesi. Die Anfahrt ist lang dafür der Weg landschaftlich sehr reizvoll. Die englische Übersetzung im Kletterführer ist etwas seltsam aber mit Hilfe der gut gezeichneten Karte im Kletterführer haben wir das Klettergebiet ohne Probleme gefunden. Die im Kletterführer angegebenen zwanzig Minuten Zustieg sind  sehr sportlich bemessen. Man müsste schon rennen um das zu schaffen. Der Felsen ist landschaftlich wunderschön und einsam gelegen. Zum reinkommen ins Granitklettern haben wir uns für die Tour Entre Terre et luie´re 6a entschieden. Es war eine gute Wahl und ich habe sofort gemerkt das die Granitkletterei auf Korsika mir gefällt. Weil‘s so schön war haben wir gleich die Nachbartour Manger du gnou 6b+ geklettert, auch eine super Tour. Wir haben dann noch eine ganze Menge anderer Touren geklettert, gerade im rechten Wandteil gibt es ein paar sehr schöne Touren im siebten Franzosengrad. Besonders ans Herz legen möchte ich das Schmankerl Babin 7a. Im Mittelteil hat man eine Bilderbuchverschneidung und vor dem Umlenker eine  würzige, diffizile Boulderpassage.  Die Tour ist nicht dankbar aber sehr interessant. Uns hat der Felsen sehr gut gefallen. Wir können Ihn guten Gewissens weiterempfehlen. Man könnte sich dort sicherlich zwei bis drei Tage gut beschäftigen. Nicht weit weg befindet sich das Bouldergebiet  Valdu di Saltu, es ist uns als sehr lohnend empfohlen worden, leider haben wir es in diesem Urlaub nicht geschafft dieses Gebiet zu besuchen da uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Auf dem Rückweg von 3: Petra Piomba hat es angefangen zu regnen...
 Auf der Rückfahrt hat uns auf schmierig nasser Straße ein Kleinwagen äußerst riskant überholt, dabei ist das Heck des Autos ausgebrochen das daraufhin in eine Felswand gekracht ist. Glücklicherweise ist der jungen Fahrerin, bis auf ein paar Quetschungen im Gesicht , vermutlich durch den Airbag verursacht, und einem Schock, nichts schlimmeres passiert. Im Reiseführer habe ich gelesen dass es auf Korsika doppelt so viele Verkehrsunfälle wie auf dem Festland gibt und dass der Korse generell immer Vorfahrt hat.  Diese zwei Aussagen kann ich so unterstreichen.

4: A Richiusa

Total begeistert vom ersten Granitkontakt sind wir am nächsten Tag auf der RN 193 eine Stunde Richtung Corte  zum Klettergebiet A Richiusa gefahren. Auch hier waren die 15 Minuten Zustieg sportlich bemessen, entweder sind die Korsen gut zu Fuß oder wir so schlecht. Beim Führer studieren hat mich der Sektor Les toits angesprochen, eine zwanzig Meter hohe und stark überhängende Granitwand. Auf dem Weg dorthin kommt man am Sektor La Source vorbei. Im Führer hebt sich diese Wand nicht besonders hervor, als ich aber davor Stand, bot sich mir ein ganz anderes Bild. Die Granitwand ist ca. 25 Meter hoch, leicht überhängend und großzügig strukturiert. Die Schwierigkeiten bewegen sich überwiegen im sechsten Franzosengrad, es gibt aber auch ein paar leichtere. Wie eine ausgehungerte Milchkuh haben wir den Felsen abgegrast, am liebsten hätte ich jede Tour geklettert , denn eine Tour war schöner war als die andere. Wir haben dann aber nach der siebten Tour aufgehört, da ich noch zu meinem eigentlichen Ziel dem Sektor Les toits wollte und dieser Riegel auch wirklich sehr lohnend ist. Besonders empfehlen möchte ich dort die Le miroir de Galadriel 7b, eine athletische Tour mit sehr schönen Bewegungen im oberen Wandteil und die Les monts brumeux 6c+, eine superinteressante Bilderbuchverschneidung. Aber auch die anderen Touren waren wunderschön. Ein zusätzliches Highlight an diesem Felsen war die wunderschöne Landschaft. Unserer Meinung nach ist dieses Gebiet auf jeden Fall empfehlenswert, sowohl für Genusskletterer als auch für Kletterer die etwas herzhafter zupacken wollen.

Landschaftlich schöner Zustieg zu A Richiusa
Sektor La Source
Felselefant
Fels in Form von einer Frau
Sektor Les toits
Strand de Ruppione

5: Strand de Ruppione

Gezeichnet von zwei fleißigen Klettertagen am rauen Granit legen wir einen Ruhetag am feinsandigen, zwischen Felsen gelagerten, Plage de Ruppione ein. Dieser liegt südlich von Aiacciu. Er ist wunderschön aber schon etwas verbaut und deutlich stärker frequentiert, dank Nachsaison aber nicht überlaufen.

 

 

 

 

 

Josef in Hopital direct 7b+

Das Landesinnere bei Corti

7: Francardu bzw. Aiti


Da sich das Wetter schlagartig verschlechtert hat und der Wetterbericht für den Osten der Insel tendenziell ein etwas besseres Wetter vorhergesagt hat,  wechseln wir auf die Ostseite der Insel. 

Sehr gerne wären wir noch an den 6: Rocher des Gozzi zum Klettern gegangen, da uns dieser empfohlen worden ist.  Gerade die Mehrseillängentouren sollen sehr schön sein.

Auf dem Weg dorthin machen wir am Klettergebiet Francardu in der Nähe von Corti halt und verbringen einen sehr schönen Klettertag am Felsen Aiti. Auslöser für die Felsenwahl war die Tour Diesel Line  7a+, mich hat der Name so angesprochen. Die Tour und der Fels ist auch gut aber die Tour Hopital direct 7b+ ist noch schöner. Der Zustieg ist nicht ganz einfach zu finden und geht durch kratziges Buschwerk. In der Gegend um Corti würde es noch einige Felsen geben die mich reizen würden aber die Klettermöglichkeiten auf Korsika sind üppiger als ich gedacht hatte und der Urlaub leider begrenzt.

 

Der Nordosten von Korsika bei Casamozza:

Da wir am 8: Falaise de Monte Klettern wollen suchen wir uns fünfzehn Fahrminuten südlich von Casamozza einen Campingplatz. Dieses kostet 14€ für zwei Personen mit Zelt und Auto, die Besitzer sind ein nettes älteres Ehepaar. Der Campingplatz liegt direkt an einem endlos langem Sandstrand. Einziges Manko, die sanitären Anlagen sind renovierungsbedürftig, insbesondere die Duschen! Zwischen Casamozza und dem Campingplatz sind wir an einem Weingut vorbeigefahren. Da bietet sich eine kleine Weinprobe geradezu an. Die Weinprobe war sehr lustig und der Wein lecker.  

My home is my castle
Einfacher aber günstiger Campingplatz
Der Cheffkoch zaubert Gulasch mit Kartoffeln! :-)
Relaxen am endlosen Sandstrand
Grillen am Strand bei Mondschein
Unser Einweggrill mit Grillgut.
magre Kühe
glückliche Schweine
Viele Eidechsen
traumhafte Landschaft
das Felsmasiv Monte
Babsi in A Signora 7c
Spaßkletterei vom feinsten
Olivier in Memoria 7b

8: Kletterfelsen Monte

 

Laut unserer Landkarte sind es vom Campingplatz zum Felsen nur zwei Zentimeter. In meiner Klettereuphorie denke ich mir, diesmal sollte die Anfahrt ja dann nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen wie bei den anderen Klettergebieten. In Wirklichkeit sind es ca. 15km auf der Hauptstraße Richtung Bastia und dann noch14km eine kleine Serpentinenstraße hoch, welche von Schweinen, Kühen, wilden Hunden, Eseln, Ziegen und Schafen bewohnt wird. Das Stück auf der Hauptstraße geht schnell aber für die Serpentinenstraße haben wir über eine halbe Stunde benötigt. Landschaftlich gesehen ist dieses Stück traumhaft, leider hatte ich kein Auge dafür, da ich ein anderes Ziel verfolgte. Schon etwas genervt aber immer noch guter Laune suchte ich den letzten Abzweig auf einen Feldweg, der uns zum Parkplatz bringen soll. Den einzig wahrscheinlich richtige Weg den ich ausmachen konnte, ging an einem Haus vorbei die Bruchsteine verarbeiten und der Weg war mit großem Abstand der übelste den ich je gesehen habe und ich bin schon etwas herumgekommen in meinem jungen Leben. Dies lag daran, dass der Weg von LKW´s befahren wird, die Steine aus einem Steinbruch herunter zu diesem Haus beförderten.  Laut Kletterführer muss man diesem Weg 1,8km folgen bis man am Parkplatz ist. Immer noch heiß aufs Klettern aber schon nicht mehr so guter Stimmung überrede ich meine Frau dass wir ihre A-Klasse den üblen Weg hochschinden. Im Schritttempo und hochkonzentriert schaffe ich es mit nur dreimaligem aufhocken zum Parkplatz. Über den Rückweg möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht nachdenken.  Laut Kletterführer geht es in fünfzehn Minuten zum Fels. Ich halte dreißig für realistisch. Der Weg zum Fels ist landschaftlich wunderschön. In dieser Gegen zu wandern ist sicherlich auch sehr empfehlenswert. Summa summarum benötigt man für diese zwei Zentimeter eineinhalb Stunden.  Aber es lohnt sich, dieser Fels ist eine Perle, ein Diamant, ein Juwel,  einfach ein Traum! Die Touren sind oft 35 Meter hoch und kontinuierlich überhängend. Kraftausdauerkletterei gewürzt mit schwierigeren Passagen. Meiner Meinung nach kann dieser Felsen mit den Topgebieten in Spanien und Frankreich mithalten. Bis jetzt waren wir immer alleine am Fels gewesen aber in Monte sind wir mal auf einheimische Kletterer gestoßen. Zwei haben zu unserer großen Verwunderung deutsch gesprochen und waren super nett. Die Frau hat dreißig Jahre in Berlin gelebt und warum Olivier der deutschen Sprache mächtig war, habe ich nicht herausfinden können. So sehr ich es genossen hatte die Felsen für uns alleine zu haben, so sehr habe ich es aber auch genossen mal auf andere Kletterer zu stoßen mit denen man sich austauschen konnte. Auch die einheimischen haben mir bestätigt das Monte der beste Riegel auf der Insel sei. Es gibt wohl noch ein paar andere sehr gute Felsen, die aber nicht veröffentlicht werden, da diese auf Privatgrund stehen. Eigentlich war jede Tour ein Traum aber ich möchte euch die A Signora 7c, Ni Die uni maítre 7b+, Miss Vaccaghja 7b+,  Memoria 7b, Panzator 7b, Le transfert 7a+ und Azzizzume ans Herz legen. Die Acucune idée 7b+ sieht sehr verlockend aus, eine Bilderbuchverschneidung die mir nicht mehr aus dem Kopf geht, leider habe ich diese Tour nicht probiert.  Wir waren eine ganze Woche an diesem Felsen, da er uns so gut gefallen hat, ich wäre auch noch den restlichen Urlaub dageblieben aber wir wollten ja noch den Süden der Insel bereisen. Übrigens mit etwas Übung, Konzentration und Glück schafft man den üblen Weg auch ohne aufhocken. In Nachhinein habe ich erfahren, das viele Kletterer am Beginn dieses üblen Weges das Handtuch geworfen haben und den Felsen nicht aufsucht haben. Ich kann es nachvollziehen aber der Fels ist so lohnend das wir ein Drittel unseres Urlaubs dort verbracht haben.

 


Bavella Gebirge

Der Süden Korsikas:

So entscheiden wir uns also für einen erneuten Standortwechsel. Auf dem Weg nach Porto- Vecchio, wo wir uns unser neues Basecamp aufgeschlagen hatten, kommt man an dem Hafenort  Solenzara vorbei. Kurz vor der Ortseinfahrt fährt man über den Fluss Solenzara, wenn man direkt hinter der Brücke rechts abbiegt  geht es ins 9: Bavella - Gebirge oder Bavella – Massiv. Dorthin möchten wir eine kleine Erkundungstour machen. Nach etwa 3-5 km gibt es super Bademöglichkeiten in den natürlichen Gumpen des Flusses, die eine Tiefe von ca. 4m erreichen. Hier sieht man eine einzigartige, malerische Landschaft und man kann sehr deutlich die Trennungslinie von dem kristallinen Granitgebirge und dem Schiefergestein erkennen. Das Bavella-Gebirge ist für seine kühnen Mehrseillängentouren bekannt. Es gibt aber auch Sportklettergärten. Leider hat es in diesem Urlaub nur für eine kurze Besichtigung gereicht. Da die Natur hier so einzigartig ist,  hätte ich diese Besichtigung aber nicht missen wollen.

10: Piscia di Ghjaddu
Optisches High Light: Schon öfter habe ich eine Mehrseillängentour über dem Meer gemacht oder neben einem Fluss geklettert, auch gefrorene Wasserfälle sind keine Seltenheit aber noch niemals bin ich neben einem fließenden Wasserfall hochgeklettert. Der Wasserfall Cascade de Piscia di Ghjaddu ist ein beliebtes Ausflugsziel, ca. eine Stunde im Landesinneren von Porto- Vecchio aus. Nicht nur der Wasserfall ist eine Augenweide sondern auch der gut beschilderte Wanderweg zum Wasserfall ist landschaftlich sensationell. Bis zum Einstieg am Wasserfall sollte man ca. eine Stunde einplanen. Als wir am Einstieg standen haben sich gerade zwei Canyoningguides abgeseilt. Es gibt dort drei Touren zur Auswahl, wir haben uns für die Narcisse ou mytho (6c obl) entschieden. Die erste 6a Seillänge ist ein Riss der leider mit etwas Dornengewächs zugewachsen ist. Die zweite 7b+ Seillänge ist eine fotogene, athletische Granitkletterei, eine wirklich lohnende Seillänge. Erst hat man eine Rissverschneidungskletterei, anschließend ein gut zu kletternder Überhang und dann eine technisch anspruchsvolle Wandkletterei, welche in meinen Augen die Hauptschwierigkeit darstellt. Die dritte 6b+ Länge war gut zu klettern aber etwas mit Moos überwachsen. Eine kurze 7a Länge gibt es noch zum Abschluss. Die Tour ist perfekt sportklettermäßig abgesichert. Das Abseilen über die Tour, am Wasserfall vorbei, hat dann auch nochmals viel Spaß gemacht. Ein Erlebnis, welches wir sicherlich nicht vergessen werden!

Wanderkarte zum Wasserfall
Zustieg in traumhafter Landschaft
erster Blick auf den Wasserfall
Canyoningguide beim abseilen
Babsi Klettert vom ersten Stand weg
superschöne Rißverschneidungskletterei
schöne Rißkletterei in bestem Granit
kurz vor dem großen Dach der zweiten Länge
schwierige Wandkletterei nach dem Dach
viele Seitgriffe in rauem Granit

Schlüsselstelle der 7b Länge
schöne Abseilfahrt in großartigem Ambiente
Strand von Stagnolu
eingefaßt und im Naturzustand

11: Palombaggia und Santa Giulia Strand

So heißen die Strandperlen in direkter Nähe von Porto- Vecchio. Santa Giulia ist ein sehr schöner Strand leider aber sehr verbaut, deshalb sind wir an den Palombaggia Strand weiter gefahren. Der Strand von Palombaggia hat feinen, weißen Sand. Das Wasser ist türkisblau. Insgesamt hat der Strand Südseeflair, ist jedoch, selbsterklärend, kein Geheimtipp. Jedoch auch hier hatten wir durch die Nachsaison den Vorteil das er nicht überlaufen war.Stagnolu StrandAm nächsten Tag wollen wir den 12: Strand von Stagnolu aufsuchen. Dieser soll von karibischer Schönheit sein.  Von Porto- Vecchio aus ist der Strand, dank der guten Straßen, zügig zu erreichen. In einem Prospekt haben wir gesehen, dass es eine  Küstenwanderung vom Stagnolu Strand bis zum Paraguan Stand gibt. Der Weg geht immer an der Küste entlang und ist sehr schön, wir haben allerdings auf halbem Weg, bei einem alten Leuchtturm, umgedreht, da die Tour länger war als ich gedacht hatte.  Zurück am Stagnolu Strand haben wir relaxt und wunderschöne kleine Muschelschnecken gesammelt, welche ich zuhause beim Juwelier Miller in Landsberg einfassen habe lassen. www.juwelier-miller.de Meine Frau hat sich über dieses romantische Urlaubsandenken sehr gefreut.

 

Bouldern im Süden von Korsika

13: Capineru Ist ein schönes Granit- Bouldergebiet im Süden der Insel direkt am Meer. Das Absprunggelände ist meist gut, trotzdem sollte man ein Crashpad und einen guten Spotter dabei haben. Da das  Bouldern am extrem rauen Granit sehr viel Haut kostet, haben wir dies auf das Ende unseres Urlaubs gelegt. Die wilden Granitformationen sind wie geschaffen zum Bouldern. Unserer Meinung nach lohnt es sich dieses Gebiet anzusteuern und ein Crashpad mitzuschleppen.

für die Boulderqueen der passende Thron
perfekter Boulderspaß am rauen Granit
hier heist es herzhaft anpacken
ein Granitblock schöner als der andere
Bouldern mit Traumkulisse
Steinmännchen
Bouldern direkt am Meer
so sehen Sieger aus :-)

14: Bonifacio


Trotz der vielen Besucher bleibt Bonifacio eine der großen Attraktionen Korsikas. Die Lage der Oberstadt auf dem 60m hohen Kreidefelsenplateau und des Hafens am Ende des langen engen Meerarms ist nun einmal betörend schön. Bonifacio erobert man am besten zu Fuß. Der Fußweg vom Hafen hinauf bietet den imposantesten Eindruck von Küste, Meer und Stadt.
Leider waren unsere 3 Wochen Urlaub damit auch zu Ende und wir haben uns wieder auf den Weg gemacht nach Bastia wo wir die Fähre Richtung Heimat bestiegen haben. Wir werden sicher gerne an diesen Urlaub zurückdenken und sicherlich irgendwann wieder auf die „Insel der Schönheit“ zurückkehren.

 

 

Info: Korsika

Charakter:

Kletterei in allen Schwierigkeitsgraden an Granit und Kalk, in allen Steilheiten von Platte bis Dach und vom Bouldern bis zu 400 Meter langen Wänden.

Anreise:

Auto und Fähre von Genua, Livorno in ca. vier bis fünf Stunden
nach Bastia. Reedereien sind “Moby Lines”, “Sardegna Ferries”Mit dem Flugzeug ist Korsika natürlich auch zu erreichen, man benötigt aber dann einen Mietwagen.

Beste Jahreszeit:

Entweder im Frühjahr, wo alles grünt und blüht, oder im Herbst, wo das Wasser noch schön warm ist. Im Juli und August ist es zum Klettern zu heiß.

Absicherung:

Die Sportkletterrouten sind sehr gut abgesichert.

Die meisten Mehrseillängentouren sind normaterweise abenteuerlich und die Literatur auf französisch.
Kindereignung: Es gibt auch viele Felsen, die für Kinder geeignet
sind.

Übernachtung:

Am günstigsten und unkomlpiziertesten kann man auf Campingplätzen übernachten. Im Schnitt kosten diese um die zehn Euro pro Person und
Nacht. Wildes Zelten ist nicht gestattet, Polizeikontrollen garantiert.

Tipps für Ruhetage:

Schwimmen an den vielen schönen stränden, Wandern, Besichtigungen, Weinproben usw. 

Kulinarisches:

Essen und Trinken: Den Korsischen Rotwein kann ich weiterempfelen auch die Croissant, Honig, Käse und die Wurstwaren. Leider sind wir bei unseren Versuchen Essen zu gehen immer eingegangen, so das wir fast immer selber gekocht haben, was unseren Geldbeutel sehr geschont hat. Ich weis nicht woher die Franzosen Ihren guten Ruf für Ihre Küche haben.

Literatur & Web:

Kletterführer:

Falaises de Corse Preis 30€ 

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Reiseführer:

Korsika vom Reise Know How Verlag: Das komplette Handbuch für individuelles Reisen und Entdecken der französischen Mittelmeerinsel Preis: 19,90€

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Wanderführer:

Genusswandern Korsika Bruckmann Verlag:
36 Traumtouren zwischen hochalpinen Gipfeln und türkisblauem Meer Preis:19,95€

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Korsika vom Rother Verlag: Das Standardwerk zu Korsika – 70 ausgewählte Wanderungen an den Küsten und in den Bergen der »Insel der Schönheit« Preis: 12,90€

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Korsika – GR 20 vom Rother Verlag: 
Alle Etappen – mit Einstiegen, Gipfeln und Varianten  Preis 14,90€

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Web Topos zum herunterladen:  http://escalade.corse.topo.free.fr/