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Alpinsportzentrale auf Tour
Bericht vom Eiskletterschnupperkurs vom 05.02.2007 Da die Alpinsportzentrale auch trotz des milden Winters 2006/2007 ihren beliebten Schnupperkurs Eisklettern nicht ins Wasser fallen lassen wollte, gab es nur eine mögliche „Location“. Statt einen natürlichen gefrorenen Wasserfall zu beklettern, mussten wir diesen Tag ins ewige Eis des Pitztals verlegen. Bevor es losging wurden erst mal alle Teilnehmer gefragt, ob sie bereit seien, die 20€ teure Bahnfahrt ins Gletscherskigebiet und die weitaus längere Autofahrt auf sich zu nehmen. Doch alle sechs Teilnehmer willigten ein, denn sie waren heiß auf Eis. |

| Uns so trafen wir uns am 05.02.2007 um 5.00 Uhr in der Früh vor der Alpinsportzentrale, um einen spannenden und lehrreichen Tag zu verbringen. Das Klettern an diesem Spot beginnt erst mal mit einer Kuriosität. Mit einem großen Rucksack, an dem außen Helm, Eisgeräte, Seil und Eisschrauben baumeln, fühlt man sich im Kreise der Bogner-Skitouristen ein wenig fehl am Platz. Dazu tragen auch die skeptischen und mitleidigen Blicke der Skifahrer bei, die aber beim Anblick der spitzen Eisgeräte wohl eher nur Angst haben um ihre Skianzüge angesichts der Enge in der Bahn. Doch gerade unter den Eiskletterprofis ist das Training auf dem Pitztaler Gletscher in fast 3000m Höhe in Mode gekommen. Da es sich um einen bis zu 20m hohen Gletscherabbruch handelt, ist hier ein Training während des ganzen Jahres möglich. Zudem bietet dieses Eisroundell, das zu Fuß in nur fünf Minuten erreichbar ist, die Möglichkeit im überhängenden Gletschereis zu trainieren. Natürliche Wasserfälle erreichen diese Neigung bekanntlich nicht… | Ohne großen Schweißverlust in der beeindruckenden Eisarena angekommen, geben die beiden Bergführer der Bergschule Hydroalpin anfangs eine kleine theoretische Einführung in die Geheimnisse des Kletterns mit Steigeisen und Pickel. Gerade beim Eisklettern ist eine professionelle Betreuung durch einen Bergführer Pflicht, da das Eis viele versteckte Gefahren bereit hält, die es zu kennen gilt. Denn obwohl alle Teilnehmer mit den Techniken des Sportkletterns vertraut sind, der Umgang mit Pickel und Steigeisen ist neu. Natürlich kann in dieser kurzen Zeit aus einem Neuling kein Profi werden, was auch nicht das Ziel dieses Schnupperkurses ist. Dennoch sollen in kurzer Zeit einige Grundlagen vermittelt werden, denn der Spaß des „Pickelns“ sollte sich in einem sicheren Rahmen bewegen. | 
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Da die meisten den Ausführungen der Bergführer nur mit einem Ohr lauschen, und die Blicke immer wieder nach rechts und links in die Eisüberhänge abschweifen, werden erst einmal mehrere Toprope-Möglichkeiten im etwas flacheren Gelände installiert. Doch gerade unsere Wunderknabe Winnie kann selbst Variationen, wie dem Steigen ohne Pickel bald nichts mehr abgewinnen. Obwohl er sich das erste Mal im Eis bewegt, jagt er seine Pickel mit der Kraft und Präzision eines Zimmerers ins Eis und will nur eins: rüber ins überhängende Eis und die eigene Kraft testen. So geht es den meisten, und schon bald wird die anfängliche Rampe langweilig und alle Teilnehmer tummeln sich im überhängenden Bereich. Doch gerade Andrea, unsere einzige weibliche Teilnehmerin, die im flacheren Gelände die beste Technik zeigte, hat hier ein kleines Problem: während die Männer im Überhang ihre Muskeln spielen lassen, fehlt ihr einzig und allein ein wenig Kraft… |

| Doch nach vielen Stunden des Kletterns im harten und spröden Gletschereis, geht auch den stärksten Männern allmählich diese aus (siehe linkes Bild), und wir müssen uns geradezu beeilen, um die letzte Talfahrt der Bahn zu erwischen. Zwischen all den Skitouristen erscheinen unsere Erlebnisse wie ein kleines Geheimnis, von dem nun jeder bis zum nächsten Winter zehren kann. Falls nun auch Du Blut geleckt hast und Dein Interesse geweckt wurde diesen doch etwas exotischen Sport zu versuchen, bist Du herzlichst eingeladen, an unserem Winter-bzw. Sommertourenprogramm teilzunehmen | 
| Wohl einer der schönsten Arbeitsplätze auf der Welt:
Bergführer Thomas beim Theorieteil

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